Oaxaca – Ziele im Umland

Mitla zählt zu den wichtigsten archäologischen Stätten im Umland von Oaxaca.

Die Ruinen der einstigen Totenstadt der Zapoteken liegen im Zentrum des heutigen Ortes.
Das für seine einzigartigen, geometrischen Wandornamente berühmte Mitla gehört seit 2010 zum UNESCO Welterbe.
Seine Geschichte reicht weit ins vorchristliche Jahrtausend zurück, und noch bei Ankunft der Spanier war die seit der Jahrtausendwende mixtekisch dominierte Stadt bewohnt und diente als religiöses Zentrum. Um den neuen Herrschaftsanspruch des spanischen Königs und der katholischen Kirche zu zementieren, wurden viele Gebäude Mitlas zerstört und stattdessen eine Kirche (San Pablo) auf den Ruinen erbaut.
Auf dem Weg nach Mitla kommt man am „Árbol del Tule“ vorbei, einer riesigen Zypresse im gleichnamigen Dorf, deren Alter auf ungefähr 2000 Jahre geschätzt wird. Der Stamm hat einen Umfang von 58 Metern. 30 Menschen reichen gerade aus, um den mächtigen Stamm des Baumes mit ihren Armen zu umschließen.
Auch andere prähispanische Stätten wie das malerisch gelegene Yagul, der ehemals wichtigste Marktplatz der Zapoteken in Lambityeco oder Zaachila, die letzte Hauptstadt des Zapotekenreiches vor der Ankunft der Spanier, sind von Oaxaca im Rahmen eines Tagesausfluges – per Mietwagen oder Bus – zu erreichen.
Viele der Dörfer im Tal von Oaxaca sind regelrecht auf ein Handwerk spezialisiert. Wer sich für Kunsthandwerk interessiert oder vor Ort einkaufen möchte, wird hier fündig: Der Markt von Atzompa ist berühmt für seine grüne Keramik, die ihre Farbe einer Glasur aus Kupferoxid verdankt. Handgeformte Ornamente wie Blätter, Weinranken oder Blüten sind typisch.
In San Bartolo Coyotepec wird die Tradition der schwarzen, zapotekischen Keramik gepflegt, deren Entstehungsprozess man hier auch beobachten kann.
San Martín Tilcajete hat bekannte Holzschnitzer, die vielfarbige Tiere oder Fabelwesen, so genannte Alebrijes, herstellen.
In Ocotlán de Morelos findet jeden Freitag ein Markt statt, auf dem alle Arten von Kunsthandwerk, vor allem aber Keramik, geschmiedete Gegenstände und geflochtene Körbe angeboten werden.
Schon in vorspanischer Zeit war Teotitlán del Valle für die Qualität seiner Webereien bekannt. Teppiche in Rot und Blau werden mit Indigo oder Cochinille gefärbt.
Wer gerne in klarer Bergluft wandert, sollte unbedingt die ‚Pueblos Mancomunados‘ in der Sierra Norte (de Oaxaca) besuchen. Hier haben sich mehrere Dörfer zusammengeschlossen, die (geführte) ein- oder mehrtägige Wanderungen mit Übernachtung in rustikalen Gästehäusern anbieten.