Querétaro

Das Querétaro von heute ist eine Stadt von rund einer Million Einwohner, die dank ihres kolonialen Zentrums zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. 

Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates wurde 1531 als  Santiago de Querétaro gegründet und sollte in den folgenden Jahrhunderten mehrfach im Brennpunkt der mexikanischen Geschichte stehen.
Während des Unabhängigkeitskampfes zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Haus der als „La Corregidora“ berühmt gewordenen Doña Josefa Ortíz, konspirativer Treffpunkt für die Führer der Unabhängigkeitsbewegung.
1848 wurde in Querétaro der Friedensvertrag zwischen Mexiko und den USA geschlossen, der Mexiko einen großen Teil seiner Staatsfläche kostete.
1867 wurde der als Marionettenkaiser installierte Habsburger Maximilian von den Truppen um Benito Juárez auf dem Cerro de las Campanas erschossen.
1917 schließlich wurde in Querétaro die erste Verfassung nach der Mexikanischen Revolution ausgearbeitet.
Spiegelbild dieser wechselvollen Geschichte sind die zahlreichen Kirchen, Klöster und Stadtpaläste des historischen Zentrums, die heute oft Museen, aber auch elegante Restaurants und Hotels beherbergen.
Autofreie Straßen und Gassen, die sich oft zu schattigen Plätzen öffnen, lassen Spaziergänge hier zu einem Vergnügen werden.
Theatrale Führungen durch die nächtlichen Gassen machen während der so genannten ‚Noches de Leyendas‘ Besucher auf unterhaltsame Weise mit den legendären Figuren und Ereignissen der Stadtgeschichte vertraut.
Querétaro ist auch der natürliche Startpunkt zum Besuch der Sierra Gorda mit ihren kargen oder bewaldeten Berglandschaften und den ebenfalls zum Welterbe gehörenden Missionskirchen des 18.Jahrhunderts.