Sumidero Canyon

Die spektakuläre Schlucht, die vor 36 Millionen Jahren in den Fels gegraben wurde, gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten im Bundesstaat Chiapas.

Von den Canyons des mexikanischen Nordens unterscheidet sie sich durch die dichte tropische Vegetation, die selbst die steilen Felswände bedeckt. Die Fahrt über den aufgestauten Grijalva Fluss eröffnet atemberaubende Blicke auf die Canyonwände, die bis zu 1000 Meter hoch emporragen, Höhlen und Wasserfälle. Zur Fauna des Sumidero Canyons gehören weiße Reiher, Kormorane und Eisvögel ebenso wie verschiedene Affen-, Schmetterling- und Leguanarten, Waschbären und Krokodile. Dass vom Baden im Fluss abzuraten ist, liegt allerdings nicht an letzteren, sondern ist auf die schlechte Wasserqualität zurückzuführen. Nicht weniger beeindruckend sind auch die Blicke auf die Schlucht von „oben“. An der Straße, die dem Canyonrand folgt, sind fünf Aussichtspunkte angelegt: La Ceiba, La Coyota, El Roblar, El Tepehuaje und Los Chiapas, der nur 22 Kilometer von der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez entfernt liegt.

Die Boote fahren – alles andere als geräuschlos – am Pier des Cahuare Resorts los, das nur wenig außerhalb der Kleinstadt Chiapa de Corzo gelegen ist. Die Strecke führt von hier über 35 km bis zum Chicoasén-Staudamm. Zur Zeit der spanischen Eroberung war die Schlucht Schauplatz einer legendären Schlacht zwischen Spaniern und den indigenen Chiapanecos, die sich lieber in den als heilig betrachteten Canyon stürzten, anstatt sich den Fremden zu unterwerfen. Grundsätzlich besteht keine Notwendigkeit, eine Bootstour vorab zu organisieren, da der privat geführte „Öko-Erlebnis-Park“ ebenso wie die 4 Bootskooperativen, die den Transport der Touristen übernehmen, immer auf Besucher vorbereitet sind.