Kurzportrait

Der Name des Landes am Isthmus, das 2003 seinen einhundertsten Geburtstag feierte, seine wirkliche Unabhängigkeit aber erst im Jahr 2000 mit der Rückgabe des Panama-Kanals durch die USA erreichte, bedeutet eigentlich “Fisch im Überfluss”.

Ein noch immer zutreffender Name, den Panamá seiner Lage und langgestreckten Form mit entsprechenden Küstenlinien zwischen den beiden Ozeanen verdankt.
Dennoch denkt jeder beim Stichwort Panama unwillkürlich an den Kanal, der als eine der größten Ingenieurleistungen der Menschheit gilt. Jahr für Jahr passieren mehr als 15000 Schiffe die drei komplexen Schleusensysteme des “Big Ditch”. Dass der Wasserweg zwischen Atlantik und Pazifik ursprünglich in Nicaragua, dem Flusslauf des Rio San Juan folgend, gebaut werden sollte, ist heute nur noch eine historische Fußnote. Ein Lobbyist für die Panama-Kanal-Variante verschickte vor der Entscheidung pro Nicaragua Briefe an die US-Senatoren, frankiert mit nicaraguanischen Briefmarken, die den Ausbruch des Vulkans Concepción darstellten, an dem der Wasserweg im Nicaragua-See vorbeiführen würde. Diese Aktion schürte erfolgreich Ängste und führte letztlich zur Entscheidung pro Panama.
Auch der berühmte Panamahut hat letztlich dem Kanal seinen Namen zu verdanken, denn die feingeflochtenen Hüte aus Palmenfasern stammen eigentlich aus Ecuador, gelangten aber erstmals durch den Kanal nach Europa, wo sie zum Markenzeichen von Dandies und Abenteurern wurden. (weiterlesen…)