Mount Totumas

Ganz im Westen der Provinz Chiriquí, nur wenige Kilometer von der costaricanischen Grenze entfernt, liegt das kleine, private Nebelwald-Schutzgebiet von “Mount Totumas”.

Man erreicht es, indem man von Volcán aus zunächst 10 km nach Westen Richtung Santa Clara fährt, bis man rechter Hand eine nicht asphaltierte Straße sieht und dieser 8 km lang folgt, bis sie bei den heißen Quellen von “Los Pozos” (nicht beschildert) endet. Das “Mount Totumas” Schutzgebiet beginnt direkt oberhalb der Quellen. Von hier führt eine 2 km lange, ebenfalls nicht asphaltierte Straße zum Haupthaus.

Das Schutzgebiet erfüllt eine wichtige Pufferfunktion an der Grenze zur Kernzone des riesigen, länderübergreifenden La Amistad Nationalparks, dessen gut 6000 Quadratkilometer einige der letzten intakten Regen- und Nebelwälder Mittelamerikas schützen. Riesige Eichen, Zypressen und Zedern wachsen hier unberührt neben Farnen, die erstaunliche Höhen erreichen. Unter den über 500 Pflanzenarten finden sich alleine 130 Orchideen. Bisher wurden 263 Arten von Amphibien und Reptilien entdeckt, die Mehrzahl von ihnen Eidechsen. Zu den vertretenen Säugetierarten zählen auch Tapir, Jaguar, Puma, Ozelot, Pekari, Stinktier und verschiedene Spezies von Affen. Zu den bisher gezählten 400 Vogelarten gehören unter anderem: Der prächtige Quetzal, der vor allem in der Brutsaison von März bis Juni relativ leicht zu beobachten ist, der Dreilappenkotinga, der Black Guan, der Hochland Tinamou und auch der Prachthaubenadler. Unter den fünfzehn Kolibriarten gelten der Magenta-Waldsänger, das Braun Violett-Ohr und der farbenprächtige Feuerkehlkolibri als selten.

Die Infrastruktur des Schutzgebiets ist wenig entwickelt und so soll es auch bleiben. Hauptsächlich Wissenschaftler aus aller Herren Länder kommen hierher, um Tierverhaltensforschung oder Pflanzenkunde zu betreiben. Ein wahres El Dorado für Entomologen stellt die überaus artenreiche Schmetterlingswelt des Parkes dar. Mount Totumas profitiert von seiner Nachbarschaft zum Amistad Nationalpark in Form einer andernorts kaum vorzufindenden Biodiversität und ökologischen Integrität. Für Besucher stehen rund 26 km an gut markierten Wanderwegen zu Verfügung, die buchstäblich vor der Haustür beginnen und durch unterschiedlichste Lebensräume und Landschaftsformen führen, von offenen Weideflächen bis zu jungfräulichem Nebelwald, in einem Höhenbereich zwischen 1500 bis 2800 Meter. Ambitionierte Wanderer können (mit einem Guide) den Gipfel des Totumas erklimmen oder die oberen Regionen des Río Colorado Flusstales durchstreifen. Doch selbst beim Nichtstun lassen sich interessante Naturbeobachtungen machen, so kann man bereits auf der Veranda des Haupthauses zahlreiche Kolibris verschiedener Arten beim Nektarsaugen an den Futterspendern beobachten. Die Mahlzeiten im kleinen Restaurant des Haupthauses werden überwiegend aus Produkten des hauseigenen Gartens und eigener Tierhaltung hergestellt. Zum Anwesen gehört auch eine kleine Kaffeeplantage.