Mexiko

Mexiko ist auch zweihundert Jahre nach dem Besuch des berühmten Deutschen eines der vielfältigsten und faszinierendsten Reiseländer der Welt geblieben.

Tausende von Strandkilometern säumen die Küsten an Pazifik, Karibik und dem Golf von Mexiko. Sonnenanbeter, Strandläufer, begeisterte Wassersportler oder Romantiker – jeder findet hier seinen Traumstrand, auch abseits der Touristen-Hochburgen Cancún oder Playa del Carmen.

Im Inland durchschneiden mächtige Sierras mit Gipfeln von weit über 5.000 Metern Höhe die Landschaft aus Hochtälern, fruchtbaren Tiefebenen, tropischen Wäldern und Kakteenwüsten. Ideales Terrain für Bergsteiger und Wanderer oder einfach für Menschen, die sich an Naturkulissen erfreuen möchten. Die Kolonialstädte Mexikos haben ihr architektonisches und kulturelles Erbe bewahrt, ohne dabei ihre Lebendigkeit zu verlieren. Oaxaca, Mérida, Puebla, Taxco oder San Cristóbal de las Casas sind auch bei uns bekannt. Neben prächtigen Kirchenbauten und historischen Gebäuden mit schattigen Innenhöfen, deren Arkaden häufig mit großformatigen Murales ausgestattet sind, locken zahllose Märkte, Feste und Fiestas. Die mexikanische Küche gilt neben der französischen, chinesischen und italienischen als eine der großen der Welt und hat mit dem Einerlei der TexMex-Restaurants, wie wir sie in Europa kennen, nichts gemein. Jede Region hat ihre Spezialitäten, die von dem Stand in der Markthalle bis hin zu Gourmetrestaurants in allen Preiskategorien angeboten werden. Läden und Galerien sind ein wahres Mekka für alle, die Kunst und Kunsthandwerk oder einfach nur das Einkaufen lieben. Museen mit herausragenden Sammlungen finden sich auch abseits der Metropolen Mexico City und Guadalajara.

Die vorkoloniale, indianische Vergangenheit Mexikos beeindruckt in den imposanten Zeugnissen Jahrtausende alter Hochkulturen – von den rätselhaften Steinköpfen der Olmeken über die monumentalen Pyramiden Teotihuacáns, den heiligen Berg der Zapoteken bis zu den Städten und Zeremonialbauten der Maya in Yucatán oder im Regenwald von Chiapas. Gezielte Grabungen internationaler Archäologen verändern das Gesicht auch berühmter und scheinbar enträtselter Ruinen wie Chichén Itzá, Palenque oder Monte Albán und schreiben die Geschichte ganzer Epochen neu.

Die Unesco verzeichnet allein für Mexiko 33 Stätten des Weltkulturerbes und Weltnaturerbes, darunter auch prähistorische Höhlenzeichnungen in den Wüsten der Baja California oder deren Salzwasser-Lagunen, in denen sich Jahr für Jahr tausende von Grauwalen versammeln, ohne Scheu vor den menschlichen Beobachtern.

Eine legendäre Eisenbahnfahrt durch die Schluchten der berühmten Kupfercanyons wartet im Norden des Landes auf Eisenbahnfreunde, Wanderer, Reiter und Fotografen. Beinahe magisch anmutende Geisterstädte wie die ehemalige Minenstadt Real de Catorce liegen abseits der gängigen Reiserouten im Nordosten des Landes. Die Naturkulissen zahlloser Hollywood-Western stehen noch immer genau so in der Sierra Madre Occidental zwischen Chihuahua und Durango wie John Wayne sie in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verlassen hat. Diese uns so scheinbar vertraute Landschaft ist in der mexikanischen Geschichte das Land Pancho Villas, jenes ambivalenten Volkshelden der mexikanischen Revolution.

Hollywoodfilme und ihre Stars haben auch Badeorte wie Acapulco und Puerto Vallarta über Nacht berühmt gemacht. So steht John Hustons Statue an der Strandpromenade von Puerto Vallarta in Erinnerung an seine Tennessee-Williams-Verfilmung „Die Nacht des Leguan“. Heute drehen Stars wie Arnold Schwarzenegger, Antonio Banderas, Leonardo di Caprio, Denzel Washington oder Salma Hayek an mexikanischen Schauplätzen.

Ob Sie sich auf den Spuren der Stars bewegen und z.B. im Lieblingshotel von Julia Roberts verwöhnen lassen wollen, eine ehemalige Hacienda bevorzugen, oder gar mit einer Hängematte unterm Palmendach vorlieb nehmen, auch die Auswahl an Hotels, Pensionen, Cabañas und anderen Unterkünften entspricht der Vielfalt des Landes und braucht keinen Vergleich zu scheuen.