San Pedro Sula

San Pedro Sula ist Honduras‘ wichtigstes Handelszentrum und bedeutendster Verkehrsknotenpunkt.

Der internationale Flughafen Ramon Villeda Morales liegt rund 17km südöstlich des Stadtzentrums.
Für Reisende ist San Pedro Sula Auftakt und/ oder Endpunkt einer Hondurasreise, jedoch kein touristisch interessantes Ziel.
Das liegt zum einen an dem miserablen Ruf, den die Stadt, wenn auch nicht in allen Teilen berechtigt, in puncto Sicherheit genießt, zum anderen auch daran, dass ihr altes Zentrum nur wenige Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn vorzuweisen hat.
Dieses Zentrum, das von einer ringförmigen Umgehungsstraße umschlossen ist, von der die wichtigsten Verkehrsadern des Landes abzweigen, ist in vier Quadranten eingeteilt (von Nordwesten nach Südosten) und folgt dem stadtplanerischen Grundmodell der spanischen Kolonialstadt.
Avenidas verlaufen in Nord-Südrichtung, Straßen (Calles) von West nach Ost, wobei die 1a Calle am Parque Central, dem zentralen Platz der Stadt, auf die 1a Avenida trifft.
Wichtigste Einkaufsstraße ist die 3a Avenida, in der sich Geschäft an Geschäft reiht. Sehenswert ist der Guamilito Markt, auf dem nicht nur die größte Auswahl an Kunsthandwerk zu finden ist, sondern auch die ganze Bandbreite tropischer Früchte, Blumen und Gemüse. In unmittelbarer Nachbarschaft des Markts schließt sich südlich La Plazita an, eine kleine Versammlung von Geschäften und Cafés sowie einem Tabakladen mit erstklassigen honduranischen Zigarren.
Moderne Einkaufswelten nach us-amerikanischem Vorbild bieten mehrere Shopping Malls, unter ihnen die neue Multiplaza und die einige Jahre alte Megaplaza an der Straße zum Flughafen. Arbeiten renommierter honduranischer Künstler, unter ihnen auch Vertreter der sogenannten primitiven Malerei, stellt die Galerie MAYMO, nur einen Häuserblock südlich des Parque Central gelegen, aus.
Kulturinteressierten ist der Besuch des anthropologischen Museums (Museo de Antropología e Historia de San Pedro Sula) zu empfehlen, in dem insbesondere präkolumbianische Funde aus der Usula-Region gezeigt werden, dem „Tal der Vögel“, wie die Umgebung San Pedro Sulas von den indigenen Einwohnern einst genannt wurde.