Pico Bonito Nationalpark

Der Pico Bonito Nationalpark gehört zur Gebirgskette Nombre de Dios und ist Teil des mesoamerikanischen biologischen Korridors.

Der mit mehr als 100 000 Hektar zweitgrößte Nationalpark des Landes ist nach dem 2436m hohen „hübschen“ Gipfel benannt. Seine steil aufragenden und von dichtem Nebelwald bedeckten Bergwände zu erklimmen, ist äußerst mühselig und bleibt Experten vorbehalten, während Besucher die tiefer gelegenen Regionen um die Flussläufe des Zacate und Cangrejal auf mehreren Pfaden auf eigene Faust erkunden können.
Die Lebensräume des Parks wandeln sich von tropischem Regenwald in der Küstenebene zu Laubwald und schließlich Nebelwald ab einer Höhe von etwa 1200 Metern.
In ihm dominieren mächtige Bäume mit Brettwurzeln, die ein geschlossenes Blätterdach in einer Höhe von bis zu 60 m bilden. Zu diesen tropischen Urwaldriesen zählen Mahagoni, Zedern, Lorbeer, Eisenholz und Ebenholz, während in den Tropenwäldern des Tieflandes Galeriewälder mit nicht weniger beeindruckenden Ceibabäumen, Guanacasten und Feigenbäumen vorherrschen.
Zur Bandbreite der Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien des Pico Bonito zählen auch viele bedrohte Arten. Zu den Säugetierarten des Parks gehören Tapir, Weißwedelhirsch, Jaguar, Paka, Ameisenbär, Halsbandpekari, Kapuziner- und Brüllaffe. Interessante Vogelarten sind Tuberkelhokko (Hühnervogel), Moschusente, Weißschopf- und Schluchtenguan, Gelbnackenamazone, Schieferklarino und schließlich der Quetzal. Unter den Reptilien finden sich u.a Rotaugenfrosch, Kronenbasilisk und die (für Menschen harmlose) Boa Constrictor.
Wer es aktiver mag, kann auf dem Río Cangrajal sowohl Rafting als auch so genannte Canyoning Touren unternehmen, bei denen man sich im Fluss treiben lässt, Steine und kleine Riffs als Wasserrutschen nutzt oder gar per Sprung von einem solchen in die Fluten eintaucht.