Roatán und Bay Islands

Die größte der Bay Islands oder Islas de Bahía gilt seit langem als Geheimtipp bei Tauchern und Individualreisenden. Roatán wartet neben einer faszinierenden Unterwasserwelt auch an Land mit einer abwechslungsreichen, grünen Landschaft und schönen Stränden auf.

Das südwestlich von Roatán gelegene Utila bleibt weitgehend Rucksacktouristen vorbehalten, die preiswerte Unterkünfte und ebensolche Tauchangebote suchen.
Das rund 30km östlich von Roatán gelegene Guanaja schließlich wird nur von Wenigen, überwiegend von Tauchern oder Sportfischern besucht.
Wichtigster Ort auf Roatán ist ungeachtet der „Hauptstadt“ Coxen Hole und dem Fischereihafen von French Harbour das aus einer Reihe kleiner Hotels und Kneipen bestehende West End.
Hier, wie fast überall auf der Insel, herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre, die nur an Tagen, an denen große Kreuzfahrtschiffe anlegen, für einige Stunden jäh unterbrochen wird.
Prunkstück unter Roatáns Stränden ist West Bay Beach. Dieser Bilderbuchstrand ist zwar nicht mehr so idyllisch wie noch vor einigen Jahren, doch noch immer beeindruckt das Panorama glasklaren, in allen Türkistönen schimmernden Wassers hinter dem weißen Sand.
Großhotels, die andere Karibikinseln dominieren, fehlen noch weitgehend, stattdessen prägen kleine Bungalowanlagen, die meist in traditioneller Holzbauweise errichtet sind, die touristische Infrastruktur.
Es gibt zahlreiche empfehlenswerte Tauchanbieter auf Roatán, so dass es in der Regel nicht nötig ist, ein Komplettpaket zu buchen.
Wer jeglichem Trubel entgehen will, findet in Camp Bay einen unverbauten Traumstrand.
Die Welt der Bay Islands, obwohl nur 65 km von der honduranischen Küste entfernt, unterscheidet sich auch kulturell von der des Festlandes.
Für den größten Teil der Kolonialzeit kontrollierten Engländer die Inselgruppe, und bis heute spricht die Mehrheit der Bewohner Englisch, ungeachtet der offiziellen Landessprache.
1797 wurden schließlich die Garífuna, ein aus schwarzen Sklaven und indigenen Kariben (Arawak) hervorgegangenes Mischvolk, von der Insel St. Vincent nach Roatán deportiert. Diese etablierten sich hier und an anderen Orten der karibischen Küste als eigenständige ethnische Gruppe.