Johannesburg

Johannesburg wird auf den ersten Blick auch dann nicht schöner, wenn man es ironisch oder liebevoll „Jozi“ nennt, wie es viele Einheimische tun.

Das unbestrittene ökonomische und gemeinsam mit den Nachbarstädten Soweto und Pretoria auch das politische Herz Südafrikas ist weder eine Schönheit noch eine Touristenstadt.
Als historisches Ergebnis des erschöpften Goldrauschs spiegelt die heutige Viermillionen-Metropole die jüngere Geschichte des Landes wider.
Schauplätze gravierender Einschnitte sind heute zu besichtigen: Seien es die zum Vergnügungspark mit lebendigem Museum umgewandelte Goldmine von Gold Reef City, das benachbarte Apartheid Museum, oder man stattet dem Hector Pieterson Mahnmal in Soweto einen Besuch ab, das an die Schüler- und Studentenproteste der 1970er Jahre erinnert, bei denen Hunderte junger Menschen von Polizeikräften getötet wurden, weil sie sich gegen die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache wehrten.
Johannesburg kämpft seit Jahren – wenn auch vorläufig vergeblich – gegen sein schlechtes Image als Hochburg der Kriminalität, doch wer bestimmte Viertel meidet und Common Sense walten lässt, kann viel Interessantes wie z.B. eine lebendige Kunst-, Theater- und Musikszene entdecken.
Auch kulinarisch kann Joburg mit Kapstadt mithalten.
Zum Übernachten empfehlen sich Viertel wie Melville, die sowohl als sicher gelten, als auch ein gutes Restaurant-Angebot haben.