Revash

Die dramatisch in einer Kalksteinklippe oberhalb des Utcubamba-Tals plazierten Begräbnishäuser von Revash erreicht man zu Fuß oder hoch zu Pferd/ Maultier von einem Parkplatz in der Nähe des Dorfes Yerbabuena.

Anders als an anderen Fundorten der Region haben die Sarkophage von Revash die Form von Häusern. Diese haben die Jahrhunderte äußerlich weitgehend unversehrt überstanden, jedoch wurden die Mumien in ihrem Innneren geplündert oder von Nagetieren zerstört. Dennoch konnte man anhand von Knochenfunden feststellen, dass es sich nicht um Einzelgräber handelte.

Die aus Lehm und Schilfrohr gebauten Häuser weisen im oberen Teil der Wände Gesimse auf. Die Wände sind mit Wildkatzen-, Lama- und Menschendarstellungen sowie geometrischen Motiven in Rot- und Beigetönen bemalt. Zudem weisen sie Öffnungen und Einschnitte in T- oder Kreuzform sowie Rechtecken auf. Den kreuzförmigen Ornamenten wird analog zu anderen lokalen Kulturen die symbolische Bedeutung als Darstellung des kleinen Bären (Juan Oso), einem mit übermenschlichen Kräften ausgestatteten ‘Bärenmenschen’ zugeschrieben. Der Mumifizierung als Bestattungsform verdankt auch das vorzügliche Museum von Leymebamba seinen Schatz.