Barichara

Barichara ist eine aus der Zeit gefallene Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch.

Tatsächlich hat das am Canyonrand des des Río Suárez auf 1280m Höhe gelegene Ensemble aus roten Ziegeldächern und weißgetünchten Adobefassaden schon oft als Kulisse dramatisch-romantischer Telenovelas gedient.
Barichara gilt offiziell als „schönstes Dorf Kolumbiens“ und ist eine beliebtes Wochenendziel der Kolumbianer.
Besucher finden hier Ruhe, geschmackvolle kleine Hotels, gute Restaurants, Galerien und mehrere nette Spaziergänge/ Kurzwanderungen über gepflasterte Wege mit Panoramablicken auf abwechslungsreiche Berglandschaften zu abgelegenen Dörfern.
Eines dieser Dörfer ist das rund 9 km entfernte Guane, das nach dem gleichnamigen indigenen Volk benannt ist und auch ein kleines archäologisches Museum zu dessen Kultur unterhält.
Eine zweite Wanderung führt über eine ähnliche Entfernung ins südlich von Barichara gelegene Cabrera.
Das etwas irreführend Camino Real genannte Wegesystem geht nicht auf die Kolonialzeit, sondern auf den deutschen Ingenieur, Großgrundbesitzer und Kaufmann Geo von Lengerke zurück, der Mitte des 19.Jahrhunderts nach Kolumbien ausgewandert und mit dem Anbau von Chinarindenbäumen reich geworden war.
Um diese Region Santanders zu erschließen, ließ er eine Reihe gepflasterter Straßen sowie Brücken über Flüsse bauen.
Neueren Datums ist die spektakuläre Straße von San Gil nach Barichara, die sich in scheinbar nicht enden wollenden Kurven entlang des Chicamocha-Canyons emporschraubt und bereits die Anfahrt nach Barichara zum Erlebnis macht.