Salar de Uyuni

Die weltgrößte Salzpfanne erstreckt sich über mehr als 10000 km² im Südwesten des Landes auf einer Höhe von 3600 Metern.

Ursprünglich war sie Teil des gewaltigen Anden-Binnenmeeres Lago Minchins, das vor Millionen von Jahren bis auf mehrere abflusslose Seen im Altiplano ausgetrocknet ist, darunter der Titicacasee und auch der Salar de Uyuni. Bis zu zehn Milliarden Tonnen Salz sollen in ihm liegen. Etwa 25000 Tonnen davon werden jedes Jahr von Hand abgebaut. Ökonomisch weitaus interessanter ist jedoch die Lauge unter der bis zu 30 Meter dicken Salzschicht, werden in ihr doch u.a. mehr als die Hälfte des weltweiten Lithiumvorkommens vermutet.
Gegenwärtig bringt aber vor allem der Tourismus Geld in die bitterarme, lebensfeindlich anmutende Gegend, in deren extremen Bedingungen nur wenige Tierarten wie der Andenflamingo überleben können. Fahrten über den Salar, unterbrochen von kürzeren Wanderungen auf den kleinen Inseln, deren Kakteenbewuchs einen schroffen Gegensatz zur schneeweißen Salzpfanne bilden, sind ein unvergessliches Erlebnis.

Im Ort Uyuni werden Touren in den Salar de Uyuni angeboten, z.B. zum beliebten Fotomotiv des Eisenbahnfriedhofs von Uyuni ein, wo die ausgedienten Stahlrösser vor sich hin rosten oder zu den Inseln Isla Incahuasi und Isla de los Pescaderos.

Für alle, die weiter nach Chile reisen wollen, gibt es Touren (mit einer oder zwei Übernachtungen) nach San Pedro de Atacama. Diese führen durch den Salar de Uyuni und weiter durch den Altiplano, vorbei an mehreren (zum Teil blutroten) Lagunen und mit einem Abstecher zum Geysirfeld „Sol de Mañana“. Bevor man die Grenze erreicht durchquert man die so genannte „Dalí-Wüste“ und passiert die Laguna Verde am Fuße des Vulkans Licancabur.