Hintergrund

Für ausgesprochene Gourmets ist Costa Rica sicher nicht Reiseziel Nummer eins.

Selbstverständlich findet man in der Hauptstadt und in einigen Touristenzentren und Hotels z.T. ausgezeichnete Restaurants lokaler und internationaler Küchen. Doch die costaricanische Küche an sich ist nicht gerade raffiniert zu nennen.
Bohnen und Reis sind Grundlage der meisten einheimischen Gerichte. Sei es als unvermeidlicher “Gallo Pinto” (gebratener Reis mit Bohnen und mit etwas Glück auch kleingeschnittenem Gemüse) zum Frühstück oder als “Casado” zum Mittag- oder Abendessen. Casado heißt “verheiratet” und steht für einen meist reichlich beladenen Teller mit Reis, Bohnen, Picadillo genanntem, weil kleingewürfelten Gemüse, sowie Fleisch, Huhn oder Fisch.

Unvermeidliche Würzzutat ist meist Lizano Salsa, bereits in der Mischung verwendet und/oder auf dem Restauranttisch wartend. Für anspruchsvolle Gaumen offenbart sich dadurch bald die Schattenseite des verheiratet Seins – Casado wird zum täglichen Einerlei. Für das abwechslungsarme Menü entschädigen aber meist die Qualität und Frische der Produkte, die Vielfalt der angebotenen Früchte und nicht zuletzt die günstigen Preise.