Vulkan Mombacho

Nur 10 km von Granada entfernt bedeckt einer der beiden letzten ursprünglichen Nebelwälder des Landes die Hänge des Mombacho.

Sein Gipfel auf 1334 m besteht aus fünf Kratern, vier kleinen, drei von ihnen von dichter Vegetation überwuchert, und einem großen Hauptkrater. Ein Charakteristikum des Mombacho ist sein abgeflachter Rücken, ein Plateau auf 1220 m Höhe bildet den sogenannten Plan de Flores, einst übersät mit Tausenden von Orchideen. Systematische Diebstähle in den 90er Jahren haben dem Orchideenreichtum geschadet.

Ein System von gepflegten, gut markierten Wegen, die wie das Schutzgebiet auch, von der Fundación Cocibolca verwaltet wird, macht den Mombacho zu einem der zugänglichsten Naturparadiese Nicaraguas. Hier kann man diese faszinierende Flora und Fauna eines Nebelwaldes erleben, ohne große Strapazen auf sich zu nehmen, oder sich durch Schlamm und Morast kämpfen zu müssen. Die biologische Vielfalt der Gegend weist beeindruckende Zahlen auf: 752 Pflanzenarten, darunter zahlreiche Bromelien- und Orchideenarten, wurden hier ebenso registriert wie 119 einheimische und 49 (Zug-)Vogelarten, 60 Säugetierarten, 28 Reptilienarten, 10 verschiedene Amphibien und ca. 30.000 Insektenarten. Vom Vulkan bieten sich dem Besucher herrliche Blicke in erloschene Krater und am Nachmittag, wenn sich die oft hartnäckigen Wolken verzogen haben, auch Panoramablicke über Granada, den Nicaragua See und die Inselgruppe der „Isletas“.

Wer bis zu den wie Mini-Vulkane anmutenden „fumaroles“ (Rauch- und Dampflöcher) am Kegel aufsteigt, wird zusätzlich mit Blicken auf die Apoyo Lagune und den Vulkan Masaya belohnt. Es gibt auch zwei „Canopy-Touren“ (wie man sie aus Costa Rica kennt), die jedoch nicht zum Park gehören und auch mehr als „Nervenkitzel“ gedacht sind, denn als Mittel zur Tierbeobachtung.