Honduras

Die Welt der Maya, die Welt der kolonialen Vergangenheit inmitten bewaldeter Berge und eine karibische Inselwelt wie aus dem Bilderbuch liegen hier so nah beieinander wie kaum irgendwo sonst auf der Welt.

Die phantastischen Ornamente der Stelen von Copán sind beispiellos innerhalb der „Mundo Maya“, die in Honduras ihre Grenze im Süden hatte. Der Ort Copán Ruinas selbst, nur wenige Gehminuten von den weltberühmten Ruinen entfernt, ist im Gegensatz zu den lieblosen Ansammlungen überteuerter Touristenhotels, die sich um vergleichbare Anlagen in Mexiko und Guatemala gebildet haben, ein hübsches Städtchen und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins landschaftlich reizvolle Umland.
In den großen Nationalparks des Landes finden Sie die ganze Vielfalt der tropischen Flora und Fauna, von Bergwäldern, deren Baumriesen mit Orchideen und Bromelien bewachsen sind, über schattige Pinienwälder bis zu den Mangroven und Regenwäldern des Tieflandes. Das rund 5 000 Quadratkilometer große Biosphärenreservat Río Plátano ist der bedeutendste Nationalpark Honduras und gehört zu den letzten noch intakten Regenwaldgebieten Zentralamerikas. Der Park wurde 1982 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Insgesamt stehen etwa 10 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz. Sie sind Lebensraum für Insekten, zahllose Vogel- und Reptilienarten sowie für Pekaris, Pumas, Jaguare und Tapire.
Mindestens ebenso bunt und vielfältig ist das Leben unter Wasser in und an den Korallenriffen der Bay Islands mit ihren weißen Sandstränden, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Seit langem schätzen begeisterte Taucher aus aller Welt die Gewässer um Roatán, Guanaja und Utila als eines der besten Tauchreviere überhaupt. Dennoch sind die Inseln bisher vom Pauschaltourismus weitgehend verschont geblieben.
La Ceiba an der honduranischen Karibikküste ist nicht nur Ausgangspunkt der Flüge und Fähren zu den Bay Islands, sondern auch idealer Standort zur Erkundung des Pico Bonito Nationalparks und den Stränden des Festlandes.
In den Kolonialstädten des westlichen Hochlandes, seien es Comayagua, Santa Rosa de Copán oder Gracias,  scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Zigarren- und Kaffeeliebhaber kommen in Santa Rosa de Copán auf ihre Kosten. Hier werden die bekannten „Flor de Copán“ hergestellt und selbstverständlich auch verkauft. Das kleinere Gracias am Fuß des Celaque liegt seit Jahrhunderten im Dornröschenschlaf. Kaum vorstellbar, dass  dieser abgeschiedene Ort einmal das politische Machtzentrum des spanischen Kolonialreiches in Zentralamerika war. Der Aufstieg auf den Gipfel des Celaque ist nur erfahrenen Wanderern zu empfehlen, doch der Nationalpark bietet auch weniger anstrengende und dennoch lohnende Wege.
Ganz und gar nicht verschlafen, sondern höchst lebendig, wenn nicht gar chaotisch, präsentiert sich die Hauptstadt – Tegucigalpa. Als einzige der mittelamerikanischen Metropolen liegt sie nicht an der legendären Panamericana, die parallel zur Pazifikküste im Landesinneren verläuft. Seiner Lage abseits des Erdbebengrabens, umgeben von bewaldeten Bergen und historischen Minenorten verdankt Tegucigalpa ein noch weitgehend intaktes historisches Zentrum, ein beeindruckendes Panorama und ein Umland, dessen landschaftliche Reize sich vor allem Wanderern erschließen.
Entdecken Sie Honduras als ein sicheres Reiseland, das noch abseits der touristischen Trampelpfade liegt, bevor es die großen Reiseveranstalter tun.