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1. Nationale Symbole

Offizieller Landesname: Belize (der Landesname wurde 1973 angenommen und geht auf ein entsprechendes Maya-Wort zurück, das “schlammiges Wasser” bedeutet.)

Nationalflagge

 

Die rot-weiß-blaue Nationalflagge symbolisiert die Einheit der Nation.

 

nat-blume

 

Zur Nationalblume wurde die schwarze Orchideenart Black Orchid (Encyclia Cochleatum) erkoren.

 

By Ramphastos_sulfuratus_-Diergaarde_Blijdorp-8a.jpg: Wouter de Bruijnderivative work: Adiel lo (Ramphastos_sulfuratus_-Diergaarde_Blijdorp-8a.jpg) [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ARamphastos_sulfuratus_-Diergaarde_Blijdorp-8a_crop.jpg">via Wikimedia Commons</a>

Der farbenprächtige Keel-billed toucan, Regenbogen-Tukan (Ramphastos sulfuratus) ist der Nationalvogel des Landes. (Photo: By Ramphastos_sulfuratus_-Diergaarde_Blijdorp-8a.jpg: Wouter de Bruijnderivative work: Adiel lo (Ramphastos_sulfuratus_-Diergaarde_Blijdorp-8a.jpg) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons)

357px-Coat_of_arms_of_Belize.svgDas Nationalwappen zeigt zwei Holzarbeiter mit entsprechenden Wekzeugen, die einen Schild halten, über dem ein Mahagonibaum wächst. Unter dem Schild enthält ein Schriftband das Motto des Landes “Sub Umbra Florero” (Im Schatten werde ich blühen) Mahagonibaum und Werkzeuge beziehen sich auf die Mahagoni-Industrie, die im 18. und 19.Jahrhundert die wirtschaftliche Grundlage der britischen Kolonie bildete.

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2. Staat und Gesellschaft

Staats- und
Regierungsform
parlamentarische Demokratie, Mitglied des Commonwealth, Königin Elizabeth II ist symbolisches Staatsoberhaupt, das durch einen unabhängigen Generalgouverneur (H.E. Sir Colville Young ) vertreten wird. Zweikammersystem mit Abgeordnetenhaus (29 Sitze) und Senat (13 Sitze).
Regierungschef Dean Barrow (UDP) seit Februar 2008
letzte Wahlen  4. November 2015
Gerichtswesen Oberster Gerichtshof, dessen oberster Richter vom Generalgouverneur auf Vorschlag des Premierministers ernannt wird.
politische Parteien
mit Sitzverteilung
People’s United Party (PUP) ist die Partei der Unabhängigkeit, 20 Sitze United Democratic Party (UDP), eher wirtschaftsliberal, 11 Sitze
Wahlrecht ab 18 Jahre
Hauptstadt Belmopan (16.451 Einwohner 2010)
Einwohner 331.900 (2013)
ethnische
Zusammensetzum
Mestizen 48,7%, Kreolen 24,9%, Maya 10,6%, Garifuna 6,1%, Andere 9,7%
Religion Katholiken 50%, Protestanten 27% (auch Anglikaner, Adventisten und Pfingstgemeinde), Maya- und andere indigene Religionen 14%, keine 9%

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3. Geographie

Fläche 22966 km²
geographische Lage In Mittelamerika, zwischen Mexiko im Norden und Nordwesten, Guatemala im Westen und Süden und dem Atlantik (Karibik) im Osten.
Landschaften Flache, meist sumpfige Ebenen im Norden, zerklüftete Hochebene der Maya-Mountains im Süden des Landes. Der Karibikküste vorgelagert ist eine Kette kleiner Koralleninseln, den sogenannten Cayes.
höchster Punkt Victoria Peak mit 1160 m
Klima Tropisch mit z.T. sehr hohen Temperaturen und einer ausgeprägten Regenzeit von Juni bis November. Die Niederschläge nehmen von Norden nach Süden ab.
Flora und Fauna Tropische Regenwälder bedecken die Hälfte der Landesfläche. In den trockeneren Regionen dominieren offene Wälder und Savannen. Wichtige Baumarten sind Mahagoni- und Kautschujbäume. Kennzeichnend für die trockeneren Gebiete sind offene Wälder und Savannen. Die Tierwelt an Land verzeichnet tropische Katzenarten wie Puma und Jaguar, mehrere Affenarten, Tapire, sowie zahllose Vogel- und Schmetterlingsarten. ZU den seltenen Meeresbewohnern gehören Seekühe und Meeresschildkröten.
Naturrisiken Die Karibikküste und die Cayes werden immer wieder von Hurrikanen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht.
Rohstoffe Da weniger als 3 Prozent des Landes als Anbaufläche genutzt wird, kann man dieses ungenutzte Potential zu den Rohstoffen zählen. Hinzu kommen Nutzholz, Fisch und Wasserkraft.

 

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4. Wirtschaft

allgemeine Situation Belizes Wirtschaft wird überwiegend von kleinen Privatunternehmen getragen. Wichtigster Devisenbringer ist der Tourismus, gefolgt von den Exportgütern Zucker, Zitrusfrüchte, Fisch, Bananen und Textilien. Die dringendsten Probleme sind die Armutsbekämpfung, Abbau des Handelsdefizits und der Auslandsschulden.
Bevölkerung unterhalb
der Armutsgrenze
41% (2013, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Pro-Kopf-Einkommen 4730 USD (2013)
Einkommensverteilung Zur Einkommensverteilung zwischen den reichsten und den ärmsten 10 Prozent der Bevölkerung liegen keine Zahlen vor.
Inflationsrate 1,2% (2014 geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Arbeitslosenquote 12,9% (2014 geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 3,017 Mrd. USD (2015 geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
BIP nach Sektoren Landwirtschaft 12,7% , Industrie 15,5%, Dienstleistungen 71,8% (2015, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)

 

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5. Umwelt

Umweltprobleme Es existiert kein System der Abfallbeseitigung und/ oder der Abwasserbehandlung. Entsprechend fließen Abwässer aus Industrie und Haushalten ungeklärt in Flüsse oder ins Meer.
Eines der Haupt-Umweltprobleme ist die Abholzung der Wälder, insbesondere entlang der Flussläufe. Ging man während der 80er Jahre noch davon aus, dass Belize zu 97 Prozent bewaldet war, belegen jüngere Studien, dass der Waldanteil 2001 bereits auf 59 Prozent gesunken war. Während die Entwaldungsquoten für Zentralamerika zwischen 1990 und 2000 konstant bei 1,2% p.a. blieben, weisen die Zahlen für Belize eine besorgniserregende Quote von 2,3% pro Jahr auf.
Ein äußerst umstrittenes Staudamm-Projekt am Macal Fluss im Cayo Distrikt bedroht den Lebensraum zahlreicher Tierarten. Das Flusstal, das u.a. die größte Population des hellroten Aras (Scarlet Macaw) beherbergt, wird, wenn der Chalillo Damm gebaut wird, in einer Höhe von 50m überschwemmt. Bewohner der Region und zahlreiche Umweltorganisationen versuchten, die Realisierung des Projekts vor Gericht zu verhindern, allerdings ohne Erfolg. Der Staudamm wurde 2005 gebaut.
Belize besitzt mit dem Belize Barrier Reef das zweitgrößten Korallenriff der Welt. Das Riff mit seinen zahllosen Cayes ist auch das wichtigste touristische Kapital des kleinen Landes. Durch die Erwärmung der Wassertemperatur im Zuge des “El Niño” Phänomens und verheerende Wirbelstürme wie “Mitch” 1998 sind die Hälfte der Korallen zwischen 1997 und1999 abgestorben.
Seit 2001 ist keine weitere Verschlechterung der Situation festzustellen; dennoch bleibt die Erwärmung der Wassertemperatur, verbunden mit zunehmender UV-Strahlung, eine akute Bedrohung aller karibischen Tauchparadiese.
Internationale
Umwelt-Abkommen
Artenvielfaltskonvention (Convention on Biological Diversity)
Klima-Rahmenkonvention
UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung
Internationales Artenschutzabkommen (CITES)
Basler Konvention über den grenzüberschreitenden Transport gefährlicher Abfälle
Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen
Seerechtübereinkommen der Vereinten Nationen
Übereinkommen über Feuchtgebiete
Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeres- verschmutzung durch Schiffe

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