Hintergrund

Peru liegt an der Westküste Südamerikas, südlich des Äquators, zwischen 0 und 18 Grad südlicher Breite und 70 Grad und 81 Grad westlicher Länge. Peru ist mit rund 27,94 Millionen Einwohnern das fünft-bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas, nach Fläche sogar das drittgrößte.

Das Land besitzt vier Großlandschaften: Die schmale Küstenwüstenregion (etwa 35 bis 65 km breit), unfruchtbar, mit Ausnahme von bewässerten Tälern; das Andenhochland oder Sierra, in dem sich einige der höchsten Berge der Welt befinden; die “ceja de montana” (Augenbraue des Berges), ein langer, schmaler Streifen aus Bergregenwald am Osthang der Anden, und die Selva- oder Regenwaldfläche, die mehr als die Hälfte des Landes bedeckt, einschließlich des riesigen Amazonaseinzugsgebiets und des Madre de Dios-Flussbeckens.

Die Sierra, die ein Viertel von Peru bedeckt, ist ein dünn besiedeltes Gebiet, das reich an Bodenschätzen ist. Viele seiner Bewohner leben in Höhenlagen über 3000 Meter. Die Selva-Region ist spärlich besiedelt und nur teilweise erforscht. Das Klima in der “ceja de montana” variiert mit der Höhe von gemäßigt bis tropisch.

Da Lima auf einer Achse der Instabilität in der Erdkruste liegt, ist seismische Aktivität weit verbreitet. weit verbreitet. Leichte Erdbeben, sogenannte “temblores”, treten auf, verursachen aber selten Schäden. Am 24. Mai 1940 ereignete sich in Lima, Callao und Umgebung ein schweres Erdbeben, das mit über 2.000 Toten große Schäden verursachte. Schwere Erdbeben ereigneten sich auch in Cuzco (1950), Arequipa (1958 und 1960), Lima-Callao (1966-74), Chimbote und Callejon de Huaylas (1970).

Zwischen Mai 1998 und Mai 1999 ereigneten sich 85 leichte Erdbeben, von denen die stärksten in Arequipa, Lima und Huancayo stattfanden.

Geographie – Besonderes
Geteilte Kontrolle (mit Bolivien) über den Titicacasee, den höchsten schiffbaren See der Welt. Ein entlegener Abhang des 5316 m hohen Nevado Mismi gilt als die ultimative Quelle des Amazonas.