Index
1. Nationale Symbole
Offizieller Landesname: República del Perú
Die Farben gehen auf den argentinischen Generalkapitän José de San Martín (1778–1850) zurück, der im Jahre 1820 die Befreiung Chiles und Perus von der spanischen Herrschaft einleitete. Als er einst eine Schar Flamingos mit roten Flügeln und weißer Brust über seine Soldaten der peruanischen Legion hinwegfliegen sah, sah er darin ein gutes Omen und wählte die Farben dieser Vögel für die Flagge seiner von Chile aus operierenden Truppen. (Grafik: David Benbennick (Peru) [Public domain], via Wikimedia Commons)
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2. Staat und Gesellschaft
| Staats- und Regierungsform | Präsidialrepublik |
| Präsident und Regierungschef | Dina Boluarte (Präsidentin, seit dem 7. Dezember 2022), Alberto Otárola (Regierungschef, seit dem 21.Dezember 2022) |
| Nächste Wahlen | regulär 2026, möglicherweise vorgezogen auf 2024 |
| politisches System | Einkammersystem (Kongress) aus 130 Mitgliedern, die für eine Periode von fünf Jahren gewählt werden. |
| Wahlrecht | Allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren, Wahlpflicht bis 70 Jahre. |
| Hauptstadt | Lima (9,752 Millionen Einwohner, 2017) |
| Einwohner | 31,77 Millionen (2016) |
| ethnische Zusammensetzung |
47% Indigene, 33% Mestizen, 15% Weiße sowie 4% Afroperuaner (Schätzung, da keine entsprechende offizielle Statistik geführt wird.) Die Indigenen gehören zu 91% der Sprachgruppe des Quechua an. |
| Religion | Katholiken (römisch-katholisch) 92,5%; Protestanten 5,5%; Andere 2% |
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3. Geographie
Peru liegt an der Westküste Südamerikas, südlich des Äquators, zwischen 0 und 18 Grad südlicher Breite und 70 Grad und 81 Grad westlicher Länge. Peru ist mit rund 27,94 Millionen Einwohnern das fünft-bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas, nach Fläche sogar das drittgrößte.
Das Land besitzt vier Großlandschaften: Die schmale Küstenwüstenregion (etwa 35 bis 65 km breit), unfruchtbar, mit Ausnahme von bewässerten Tälern; das Andenhochland oder Sierra, in dem sich einige der höchsten Berge der Welt befinden; die „ceja de montana“ (Augenbraue des Berges), ein langer, schmaler Streifen aus Bergregenwald am Osthang der Anden, und die Selva- oder Regenwaldfläche, die mehr als die Hälfte des Landes bedeckt, einschließlich des riesigen Amazonaseinzugsgebiets und des Madre de Dios-Flussbeckens.
Die Sierra, die ein Viertel von Peru bedeckt, ist ein dünn besiedeltes Gebiet, das reich an Bodenschätzen ist. Viele seiner Bewohner leben in Höhenlagen über 3000 Meter. Die Selva-Region ist spärlich besiedelt und nur teilweise erforscht. Das Klima in der „ceja de montana“ variiert mit der Höhe von gemäßigt bis tropisch.
Da Lima auf einer Achse der Instabilität in der Erdkruste liegt, ist seismische Aktivität weit verbreitet. weit verbreitet. Leichte Erdbeben, sogenannte „temblores“, treten auf, verursachen aber selten Schäden. Am 24. Mai 1940 ereignete sich in Lima, Callao und Umgebung ein schweres Erdbeben, das mit über 2.000 Toten große Schäden verursachte. Schwere Erdbeben ereigneten sich auch in Cuzco (1950), Arequipa (1958 und 1960), Lima-Callao (1966-74), Chimbote und Callejon de Huaylas (1970).
Zwischen Mai 1998 und Mai 1999 ereigneten sich 85 leichte Erdbeben, von denen die stärksten in Arequipa, Lima und Huancayo stattfanden.
Geographie – Besonderes
Geteilte Kontrolle (mit Bolivien) über den Titicacasee, den höchsten schiffbaren See der Welt. Ein entlegener Abhang des 5316 m hohen Nevado Mismi gilt als die ultimative Quelle des Amazonas.
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4. Wirtschaft
| Allgemeine Situation | Die in den letzten Jahrzehnten von verschiedenen Regierungen konsequent umgesetzte neoliberale Wirtschaftspolitik haben Peru formal zu guten so genannten Kennziffern verholfen, doch dahinter steht eine extrem ungleiche Gesellschaft mit einer sehr schmalen, sehr reichen Oberschicht, einer nur langsam wachsenden, oft von sozialem Abstieg bedrohten Mittelschicht und einer Mehrheit von Armen, sowohl in den Städten als auch in den Dörfern des Hochlandes. Bergbau, Forstwirtschaft und die Rücküberweisungen der im Ausland lebenden Peruaner/innen sowie der Tourismus sind für einen Großteil der Deviseneinnahmen des Landes verantwortlich. Peru ist der weltgrößte Produzent von Silber auf der Welt, der zweitgrößte von Kupfer und Zink, der drittgrößte von Zinn und der fünftgrößte von Gold. Die Bergbauexporte sind für 56,8% der Gesamtexporte verantwortlich. |
| Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze |
22,7 % (2017, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook) |
| Pro-Kopf-Anteil am BIP | 13000 USD (2017, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook) |
| Einkommenverteilung | Die ärmsten 10% der Bevölkerung verfügen über 1,6% des Gesamteinkommens, während die reichsten 10 % über 33,4 % verfügen (2015, Quelle: Weltbank) |
| Inflationsrate | 3,2 (2017, Quelle: CIA World Factbook) |
| Arbeitslosenquote | 6,7 % (2017) sowie Unterbeschäftigung |
| Bruttoinlandsprodukt (BIP) | 410 Milliarden USD, (2016, geschätzt ,Quelle: CIA World Factbook) |
| BIP nach Sektoren | Landwirtschaft 7,5 %, Industrie 36,3% Dienstleistungen 56,8% (2016, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook) |
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5. Umwelt
| Umweltprobleme | Entwaldung (teilweise infolge illegalen Holzeinschlags); Überweidung der Hänge der Costa und Sierra, die zur Bodenerosion führt; Wüstenbildung; Luftverschmutzung in Lima; Verschmutzung von Flüssen und Küstengewässern durch kommunale Abfälle und Abwässer und Abraum aus dem Bergbau. |
| Internationale Umwelt-Abkommen |
Antarktis-Umweltprotokoll Übereinkommen über die lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) Antarktis-Vertrag Konvention über die Artenvielfalt Kyoto Protokoll Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung internationales Artenschutzabkommen Basler Konvention über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung Übereinkommen über die Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen Montrealer Protokoll gegen den Abbau der Ozonschicht Internationales Tropenholz-Übereinkommen (1983 und 1994) Ramsar-Konvention (Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel) Internationales Übereinkommen zur Regelung des Walfangs |
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