Curacautín – Araucanía

Die zu Araukanien (Araucanía) gehörende Region um die Kleinstadt Curacautín ist bei in- und ausländischen Touristen wegen ihrer landschaftlichen Schönheit beliebt. Im Winter gilt sie zudem als bekanntes Skigebiet.

Zu den wichtigsten Attraktionen zählen die Nationalparks Conguillío, Nalcas-Malalcahuello und Tolhuaca, die Vulkane Lonquimay und Llaima sowie die Thermen von Malalcahuello (recht exklusiv), Manzanar (etwas heruntergekommen) und Malleco (ehemals Termas Tolhuaca). Das 303km² große Schutzgebiet Malacahuello-Nalcas wird von weitaus weniger Touristen besucht als der Conguillío Nationalpark. Es birgt eine der spektakulärsten Landschaften des “Kleinen Südens” (Sur Chico), eine außerirdisch anmutende Wüste aus schwarzgrauer Asche und Sand. Der kurze Weg (1,5km, ca. 2 Std hin & zurück) zum Cráter Navidad, der seinen Namen einem Ausbruch am Weihnachtstag 1988 verdankt, lässt Besucher an den Mars denken: Im Hintergrund bilden die Vulkane Lonquimay und Tolhuaca eine beeindruckende Kulisse, vor der rötlicher Sand und Gestein die Szenerie in ebensolches Licht taucht. Eine interessante und anspruchsvollere Wanderung stellt der Sendero Piedra Santa dar (7,5km, ca. 6 Std. hin & zurück). Der gut markierte Weg beginnt bei der Administration der CONAF in Malalcahuello und führt durch Araukarienwald (mit teils tausendjährigen Exemplaren), dann über Büschelwiesen auf einen Berghang zu bis über der Baumgrenze der höchste Punkt der Wanderung auf dem Cerro Colorado erreicht ist. Von der Bergkuppe geniesst man eine wunderschöne Rundsicht auf das nahe Tal des Cautín-Flusses und die umliegenden Bergketten.

Der Tolhuaca Nationalpark liegt ca. 35 km nördlich von Curacautín und bietet viele Möglichkeiten für Tageswanderungen zu Wasserfällen und Lagunen. Vorbei an den Termas Tolhuaca führt die Schotterstraße durch ein Hochtal zum Parkeingang. Kurz hinter dem Eingang biegt rechts der Weg zur Laguna Verde ab. Die Wanderung führt durch für diese Zone typischen Mischwald aus Bambus, Scheinbuchen und Araukarien. Nach gut 1,5 Stunden erreicht man die schön gelegene Laguna Verde, deren Ufer einen guten  Rastplatz abgeben.     Nach dem Abstieg auf demselben Pfad kann man parkeinwärts bis zur Laguna Malleco weiterfahren. Hier schlängelt sich ein flacher und im Schatten gelegener Waldweg entlang der Lagune bis zum imposanten Wasserfall Malleco. Dieser Spaziergang dauert knapp zwei Stunden.

Der Vulkan Lonquimay (2940 m) kann von erfahrenen Bergwanderern in Eigenregie erklommen werden. Dennoch sollte man die Anforderungen an eine Besteigung nicht unterschätzen. Je nach Jahreszeit und Wetter muss man mit Schnee und eisigen Stellen rechnen. Dann ist der Einsatz von Steigeisen, Pickel oder sogar Bergseil notwendig. Der Aufstieg beginnt beim Skizentrum Corralco auf 1600 m Höhe. Die ersten zwei Drittel des Anstiegs sind technisch anspruchslos und für konditionell gute Bergsteiger einfach zu begehen. Im letzten Teil geht man jedoch über Asche und Geröll, was das Vorwärtskommen anstrengend  macht. Der Gipfelgrat schließlich verlangt Schwindelfreiheit und sicheres Gehen, oft durch starken Wind erschwert. Bei guter Witterung sind vom Gipfel bis zu vierzehn Vulkane in einem Radius von 250 km zu sehen.