Ushuaia

Seine dramatische Lage zwischen Beagle Kanal und vergletscherten, schroffen Bergrücken macht nur einen Teil der Anziehungskraft aus, die Ushuaia als Stadt gewordenes Ende der Welt auf Besucher aus allen Ländern ausübt.

Als südlichste Stadt der Welt gehört die ehemalige Strafkolonie zu den mythischen Reisezielen, die einen Ehrenplatz in der Sammlung von Weltenbummlern und Vielreisenden haben.
Ushuaia bietet seinen Besuchern im Gegenzug ein vielfältiges Programm, sowohl innerhalb der Stadt, als auch im Hinterland. Zu den bevorzugten Aktivitäten gehört eine Bootsfahrt auf dem Beagle Kanal zu den Seelöwen-Kolonien der Isla de los Lobos, zur Vogelinsel Isla de Pájaros und zum Leuchtturm Faro Les Eclaireurs.
Im Parque Nacional del Tierra del Fuego, von dessen 63 000 Hektar nur ein kleiner Teil der Öffentlichkeit zugänglich ist, kann man entlang sorgfältig angelegter Wege an Flussläufen entlang oder durch dichten Primärwald aus heimischen Baumarten wandern und vor allem im Küstenbereich die Vogelwelt des Nationalparks studieren. Zu den ansässigen Arten gehören neben dem Albatros Seeschwalben und die flugunfähigen Dampfschiffenten.
Im Westen der Stadt gelangt man nach einer langen Wanderung oder per Taxi zum Martial Gletscher, von dem man einen beeindruckenden Blick auf Ushuaia und den Beagle Kanal hat, wohingegen der Gletscher selbst nicht unbedingt beeindruckt.
Attraktionen innerhalb der Stadt sind die von Strafgefangenen erbaute Kirche Iglesia de la Merced und die 1894 als Residenz des Gouverneurs errichtete „Antigua Casa de Gobierno“ sowie die 1911 aus schwedischen Fertigteilen gebaute Casa Beban, in der wechselnde Kunstausstellungen gezeigt werden.
Die Mundo Yamaná versucht ihrem Namen gerecht zu werden und die Kultur der feuerländischen Ureinwohner erfahrbar zu machen. Detaillierte, zweisprachig beschriftete Dioramen des Museums sind auch an leicht zugänglichen Stellen des Nationalparks Tierra del Fuego aufgestellt.
Das 1903 erbaute Gebäude des Museo del Fin del Mundo diente bis 1978 als Zweigstelle der Banco de la Nación. Seine Geschichte und seine Exponate sind bescheiden und weitaus weniger interessant als die des Museo Marítimo y del Presidio im ehemaligen Gefängnis von Ushuaia. Insbesondere die Ausstellung zur Geschichte der Antarktisexpeditionen samt detailgenauer und maßstabgetreuer Modelle berühmter Schiffe aus einem Zeitraum von 500 Jahren lohnen den Besuch.
Im Hof des Museums stehen die Überreste des weltkleinsten Schmalspurzuges, der einst die Strafgefangenen vom Gefängnis zu ihren Arbeitseinsätzen beförderte.