Hintergrund

Allgemeine Situation Die in den letzten Jahrzehnten von verschiedenen Regierungen konsequent umgesetzte neoliberale Wirtschaftspolitik haben Peru formal zu guten so genannten Kennziffern verholfen, doch dahinter steht eine extrem ungleiche Gesellschaft mit einer sehr schmalen, sehr reichen Oberschicht, einer nur langsam wachsenden, oft von sozialem Abstieg bedrohten Mittelschicht und einer Mehrheit von Armen, sowohl in den Städten als auch in den Dörfern des Hochlandes.
Bergbau, Forstwirtschaft und die Rücküberweisungen der im Ausland lebenden Peruaner/innen sowie der Tourismus sind für einen Großteil der Deviseneinnahmen des Landes verantwortlich. Peru ist der weltgrößte Produzent von Silber auf der Welt, der zweitgrößte von Kupfer und Zink, der drittgrößte von Zinn und der fünftgrößte von Gold. Die Bergbauexporte sind für 56,8% der Gesamtexporte verantwortlich.
Bevölkerung unterhalb
der Armutsgrenze
22,7 % (2017, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Pro-Kopf-Anteil am BIP 13000 USD (2017, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Einkommenverteilung Die ärmsten 10% der Bevölkerung verfügen über 1,6% des Gesamteinkommens, während die reichsten 10 % über 33,4 % verfügen (2015, Quelle: Weltbank)
Inflationsrate 3,2 (2017, Quelle: CIA World Factbook)
Arbeitslosenquote 6,7 % (2017) sowie Unterbeschäftigung
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 410 Milliarden USD, (2016, geschätzt ,Quelle: CIA World Factbook)
BIP nach Sektoren Landwirtschaft 7,5 %, Industrie 36,3% Dienstleistungen 56,8% (2016, geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)