Menschenrechte aktuell Die Wahrung der Menschenrechte ist in Mexiko nicht gewährleistet.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Rada Al Hussein, bescheinigte Mexiko bei seinem Besuch im Oktober 2015, dass die Zahlen gewaltsam zu Tode Gekommener für ein Land, dass sich nicht im Krieg befinde, enorm seien.
151.233 Menschen wurden im Zeitraum von Dezember 2006 bis August 2015 ermordet, darunter Tausende Migranten. Mindestens 26.000 Menschen sind verschwunden. Tausende Frauen und Kinder wurden Opfer von sexuellem Missbrauch und Morden. Offizielle Statistiken zeigten, dass 98 Prozent dieser Verbrechen nicht aufgeklärt würden, in der Mehrzahl der Fälle werde nicht einmal ermittelt.
Nur für einen Teil dieser Verbrechen ist die organisierte  Kriminalität verantwortlich. Ein substantieller Teil der Taten geht auf das Konto lokaler, regionaler und Bundespolizei, oder sogar des Militärs, oft unter dem Deckmantel des 2006 von Präsident Calderón ausgerufenen Krieges gegen die Drogen.

Etwas positiver fällt das Fazit des “Institute for Economics and Peace” in seinem Mexico Peace Index 2015 aus: Danach ist die Zahl der Tötungsdelikte in den letzten beiden Jahren um 30% gesunken, wobei die als am wenigstens friedlich geltenden Bundesstaaten die größten Fortschritte gemacht haben.
Die Unterschiede zwischen den 32 Bundesstaaten bleiben erheblich, so ist Hidalgo der friedlichste, gefolgt von Yucatán, Querétaro, Campeche und Tlaxcala.
Der am wenigsten friedliche Staat ist Guerrero, gefolgt von Morelos, Sinaloa, Michoacán und Guanajuato.

Für beide Quellen gelten die mangelnde Effizienz des Justizsystems und die geringe Zahl von Verurteilungen als Haupthindernis einer positiven, friedlicheren Entwicklung.