Fernando de Noronha

Selbst im mit Stränden reich gesegneten Brasilien gilt der aus 21 kleinen Inseln und Felsen bestehende Archipel Fernando de Noronha als Traumziel. Dass er dies für die meisten auch bleibt, liegt neben der recht aufwändigen Anreise (per Flug ab Recife oder Natal) auch am Preisniveau von Unterkünften und Restaurants. Dieses schwankt je nach Saison erheblich, […]

Selbst im mit Stränden reich gesegneten Brasilien gilt der aus 21 kleinen Inseln und Felsen bestehende Archipel Fernando de Noronha als Traumziel.

Dass er dies für die meisten auch bleibt, liegt neben der recht aufwändigen Anreise (per Flug ab Recife oder Natal) auch am Preisniveau von Unterkünften und Restaurants. Dieses schwankt je nach Saison erheblich, obwohl sich Fernando de Noronha ganzjährig bereisen lässt. Im Rahmen unserer Reiseroute “große Südamerikareise” bildet der Archipel den Abschluss.

Nur eine der Inseln, die mit 17km² Fläche als Hauptinsel geltende Fernando de Noronha, ist bewohnt (ca. 4000 Einwohner). Der Rest der Inseln und Wasserwelt sowie knapp die Hälfte der Hauptinsel sind als Nationalpark ausgewiesen und stehen unter striktem Schutz. So ist auch die jeweils zugelassene Zahl von Besuchern begrenzt. Dies hat den Vorteil, dass die Strände auch in der Hochsaison nie überfüllt sind. Die vorgelagerten Gewässer gelten aufgrund ihrer Artenvielfalt als ausgezeichnetes Tauch- und Schnorchelrevier.

Eine Besonderheit stellt die große Zahl von Delfinen und Meeresschildkröten dar, so hält die nach ihren Bewohnern benannte Baía dos Golfinhos den Weltrekord für die größte jemals gezählte Anzahl von zusammenlebenden Delfinen. Mitarbeiter der die Bucht bewachenden Stiftung haben hier schon mehr als tausend Exemplare der Spinnerdelfine registriert. Der Reichtum der marinen Lebenswelt ist auch dafür verantwortlich, dass der Archipel seit 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.

Die einzige nennenswerte Siedlung auf Fernando de Noronha ist Vila dos Remédios. Hier findet sich die Mehrheit der Restaurants, Bars, Auto- bzw. Buggyvermietungen und auch die meisten Pousadas.
Diese kleinen, meist recht einfachen Pensionen machen den Großteil der Unterkünfte aus. Klassische, schon gar große Hotels gibt es auf der Insel so gut wie nicht.

Historisch blickt Fernando de Noronha, ähnlich anderen heutigen “Trauminseln” wir z.B. Panamas Isla Coiba, auf eine düstere Vergangenheit als Strafkolonie zurück.
Ihren Namen verdankt die Inselgruppe einem durch Holzhandel reich gewordenen Portugiesen, der als Vertreter des Handelshauses der Fugger auf der iberischen Halbinsel 1503 an der Expedition des Portugiesen Gonçalo Coelhos teilnahm, bei der die Insel entdeckt wurde.