Hintergrund

Nicaragua hat eine ausgeprägte Nationalküche. Diese zu entdecken, erfordert jedoch einen gewissen Spürsinn.

Vigorón - Bild: By Nicaraguan food (Own work) [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AVIGORON.JPG">via Wikimedia Commons</a>

Vigorón – Bild: By Nicaraguan food (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

In Managua gibt es neben den Restaurants der lokalen Küche auch eine große Auswahl an internationalen Restaurants (italienisch, spanisch, lateinamerikanisch, chinesisch etc.) und die Filialen der unvermeidlichen Imbissketten.
Ausserhalb der Hauptstadt haben die Kolonialstädte Granada und León ein nennenswertes Restaurantangebot, ebenso der pazifische Küstenort San Juan del Sur.
Entlang des Rio San Juan und an beiden Küsten gibt es neben Fisch vor allem preiswerte und erstklassige Schalentiere. Für mangelnde Raffinesse entschädigt auch beim Steak die Qualität der Ausgangsprodukte.

Nacatamales, By Dr d12 (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Nacatamales, By Dr d12 (Own work) CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Typisch nicaraguanische Gerichte servieren am ehesten die einfachen Restaurants und Comedores. Auch hier führt kein Weg am Reis-Bohnen-Gemisch des Gallo Pinto vorbei, das als Grundlage mindestens einer täglichen Mahlzeit dient. Ausgesprochen nicaraguanisch sind das aus Fleisch, Bananen und Gemüse bestehende Baho, die brühmten Nacatamales (in Bananenblättern gedünsteter Maisteig mit Fleisch und Gemüse) und das Nationalgericht Vigorón. Für seine Zubereitung werden Schweinescharten mehrere Stunden lang gegart, bis sie ihr Fett verloren und zu knusprigen Chips gworden sind. Diese werden dann über gekochte Maniokstücke gestreut und mit Krautsalat und einer würzigen Mischung aus Tomatenstücken, Zwiebeln, Koriander und Limonensaft serviert. Guirila ist eine dicke, frischzubereitete Maistortilla mit saurer Sahne oder Käse. Tropisches Obst gibt es in Hülle und Fülle, Mangos, Papayas, Guaven, Tamarinden, Jocotes, Pitayas oder auch Pfirsiche.