Hintergrund

Für die große Mehrheit der honduranischen Bevölkerung ist Spanisch die Muttersprache. An der Karibikküste und deren vorgelagerten Inseln dominiert Englisch, oft als kreolisches Englisch. Daneben werden Maya- und andere indigene Sprachen gesprochen.

Der langjährigen us-amerikanischen Präsenz ist zu verdanken, dass viele Honduraner Englisch sprechen, dies gilt auch für die meisten der im Tourismus Beschäftigten. Trotz oder gerade wegen der engen Verbindungen zwischen Honduras und der USA, erfreuen sich US-Amerikaner keiner allzu großen Beliebtheit. Wer Englisch spricht und dabei deutlich macht, dass dies nicht seine Muttersprache ist, vermeidet den Eindruck, er erwarte, dass man “seine” Sprache überall zu verstehen habe.

Honduranerinnen und Honduraner legen – wie alle Lateinamerikaner – großen Wert auf Höflichkeit. Auch wer kein Spanisch spricht, sollte sich zumindest einige Höflichkeitswendungen einprägen. Der Versuch, in der Landessprache zu kommunizieren, wird als respektvolle Geste honoriert.

Touristen sind in Honduras nur an wenigen Orten ein alltäglicher Anblick. Für fotografierende und filmende Touristen gilt das in besonderem Maße. Eine entsprechende Zurückhaltung hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Kinder sollte man gar nicht fotografieren.

Der Umgangston ist von beinahe zeremeoniell anmutender Höflichkeit. So wartet man z.B. zunächst, bis ein Gruß erwidert wird, bevor man sein Anliegen vorbringt. Es ist auch üblich, zumindest in kleineren Orten, Passanten, die man nicht kennt, zu grüßen, bzw. ihnen einen schönen Tag etc. zu wünschen.

Kritik an sozialen und politischen Verhältnissen sollte man gegenüber Fremden oder gar gegenüber Offiziellen nicht äußern. Eine entsprechende Haltung wird als Arroganz und/ oder Überheblichkeit und nicht als Engagement ausgelegt. Auch religiöse Themen gelten nicht als Stoff für Konversation. Als besonders höflich gilt, wer sich nach der Familie seines Gesprächspartners, bzw. nach deren Befinden erkundigt.