Hintergrund

Honduras ist – wie seine mittelamerikanischen Nachbarn auch – Transitland des internationalen Drogenhandels.

Ein Großteil des Kokains aus Kolumbien gelangt über den Seeweg entlang der honduranischen Atlantikküste auf den us-amerikanischen Markt. Ein geringerer Teil passiert Honduras auf dem Landweg, von Panama und/oder Costa Rica kommend, und weiter nach Guatemala und Mexiko. 1999 hat die us-amerikanische Drogenbehörde DEA erstmals eine deutlich steigende Quote von Lufttransporten mit honduranischen Fluigzeugen registriert.

Als Drogenanbauland und auch als Drogenmarkt spielt Honduras keine nennenswerte Rolle. Die zahllosen Kinder und Jugendlichen, die auf Honduras’ Straßen leben und einen Großteil der Drogenabhängigen ausmachen, können sich das teure Kokain nicht leisten. Sie schnüffeln Klebstoffe und Lösungsmittel. Der nationale Drogenhandel ist eher ein Abfallprodukt seiner internationalen Dimension, da auch die nationalen Mittelsmänners und Handlanger des Transits meist in Naturalien bezahlt werden, die sie vor Ort zu Geld machen.

Touristen und Reisende werden mit beiden Szenen in der Regel nicht konfrontiert. Allein der Gedanke an die Haftbedinguungen in honduranischen Gefängnissen sollte für größtmögliche Distanz zu Drogendealern und ihrem Umfeld sorgen. Schon beim Besitz geringer Mengen gleich welcher Drogen drohen drakonische Haftstrafen.

Wer bei der Einreise nach Honduras verschreibungspflichtige Medikamente einführt, deren Bestandteile unter ein nationales Betäubungsmittelgesetz fallen könnten, sollte diese Medikamente unbedingt in der Originalverpackung aufbewahren und das Originalrezept mit sich führen.