Hintergrund

allgemeine Situation Guatemala gehört neben Nicaragua zu den ärmsten Landern des Kontinents. Der Agrarsektor generiert 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, beschäftigt aber ein Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung. Hier herrscht auch die größte Armut, da Landwirtschaft oft als reine Substistenzwirtschaft betrieben wird. Kaffee, Zucker, Bananen, Schnittblumen und Palmöl sind die wesentlichen Agrarexporte.
Eine wichtige Einnahmequelle ist der Tourismus, der mit rund zwei Millionen Besuchern 2014 Einnahmen in Höhe von gut einer Millarde USD brachte. Eine wesentliche Devisenquelle sind die Rücküberweisungen ausgewanderter Guatemalteken aus dem Ausland (6 Milliarden USD im Jahr 2015). Der Agrarsektor musste schwere Einbußen aufgrund sinkender Weltmarktpreise hinnehmen. Das jährliche Wirtschaftswachstum wird durch das höhere Bevölkerungswachstum aufgefressen. Die mit 11 Prozent niedrigste Steuerquote des Teilkontinents verhindert eine nachhaltige Entwicklung.
Bevölkerung unterhalb
der Armutsgrenze
53,71%, davon 13,33% extreme Armut (Quelle: Auswärtiges Amt, 2014)
Pro-Kopf-Einkommen 3478 USD (Quelle: Auswärtiges Amt, 2014)
Einkommensverteilung 2006 hatten die ärmsten 10 % der Bevölkerung nur einen Anteil von 1.3% am Gesamtverbrauch des Landes, während auf die reichsten 10 % ein Anteil von 42,4% des Gesamtverbrauchs entfiel.
Inflationsrate 3,1% (2015 geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Arbeitslosenquote 2,9% (2014 geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)
Bruttoinlands-
produkt (BIP)
59,6 Mrd. USD (Quelle: Auswärtiges Amt, 2014)
BIP nach Sektoren Dienstleistungen 62,7%. Landwirtschaft 13,4% Industrie 23,8% (2015 geschätzt, Quelle: CIA World Factbook)