Hintergrund

Die Rechte der Baymen wurden erneut 1786 geregelt. Sie durften in einem genau bezeichneten Territorium Holz schlagen, erhielten aber weder das Recht, Forts zu bauen, noch Landwirtschaft zu betreiben, oder eine Selbstverwaltung zu installieren. Die Spanier behielten sich das Recht vor, die britischen Siedlungen zu inspizieren.

Fort St. George

Fort St. George

Die Dinge nahmen eine entscheidende Wende, als die Spanier 1798 mit einem erneuten Angriff auf St. George’s Caye scheiterten. Die Baymen widersetzten sich dem spanischen Angriff mit Unterstützung dreier Kompanien der britischen Westindien-Armee, einer bewaffneten Schaluppe und der Hilfe ihrer afrikanischen Sklaven.
Bis heute ist der 10.September als Jahrestag der „Schlacht von St.George’s Caye“ einer der wichtigsten Feiertage in Belize, denn die Schlacht markierte den letzten Versuch der Spanier, das Gebiet des heutigen Belize unter ihre Kontrolle zu bringen.

Mahagonibaum

Mahagonibaum

Je weiter die britischen Baymen ins Landesinnere vordrangen, desto heftiger wurde der Widerstand der Mayabevölkerung. Im Verlauf des Kastenkriegs waren Tausende Mayas aus dem mexikanischen Teil Yucatáns ins nördliche Belize geflohen. Sie waren nicht bereit, die Verfolgung durch mexikanische Truppen gegen die britische Herrschaft einzutauschen. Nach ersten Überfällen der Maya auf die Holzfällercamps am New River 1788 entsandte die britische Regierung Truppen als Strafexpedition gegen die einheimische Bevölkerung. Trotz heftigen Widerstands wurden die Maya immer weiter zurückgedrängt. Sie zogen sich in die Wälder rund um San Ignacio zurück, ohne ihren Widerstand aufzugeben. Immer wieder attackierten sie die Mahagoni-Camps. Sie forderten Pachtzahlungen der Briten für ihre Nutzung des Landes. Marcos Canul, ein lokaler Maya-Führer, besiegte 1866 mit seinen Leuten eine britische Militärabteilung. Fünf Soldaten wurden getötet und 16 verletzt. Daraufhin entsandten die Briten mehr Truppen, die Mayadörfer zerstörten und Felder niederbrannten. Sie sollten die Maya aus der Gegend vertreiben, indem sie deren Lebensgrundlage zerstörten. Doch die Maya bauten ihre Dörfer wieder auf und bepflanzten ihre Felder neu. Auch Canul setzte seinen Kampf unbeirrt fort. Bei einem Angriff gegen den Militärstützpunkt von Orange Walk 1872 wurde Canul tödlich verwundet. Die Maya zogen sich daraufhin zurück. Danach kam es zu keinen größeren Attacken der Maya gegen die Briten mehr.
1867 wurde es den Maya in einem Dekret des britischen Gouverneur Austin verboten, Land zu besetzen oder zu bewirtschaften, ohne dem (britischen) Landbesitzer oder der Krone Pacht zu zahlen. Während die Maya systematisch von ihrem Land vertrieben wurden, ermunterten die Briten gleichzeitig Flüchtlinge des us-amerikanischen Bürgerkriegs dazu, sich als Bauern in Belize anzusiedeln.