In Mexiko werden neben der Amtssprache Spanisch auch zahlreiche indigene Sprachen und Dialekte gesprochen. In den archäolgischen Stätten der Yucatán-Halbinsel ebenso wie in den dortigen Museen sind die Erklärungen in der Regel dreisprachig angebracht: in Spanisch, Englisch und Maya.
Die Bezeichnung „Indios“ sollten Sie unbedingt vermeiden. Sie gilt als abschätzig und diskriminierend. Stattdessen verwendet man den Begriff „Indígenas“ (Einheimsche).
Sie sprechen nur wenige Worte Spanisch? Benutzen Sie sie dennoch!
Schon der Versuch, in der Landessprache zu kommunizieren, wird honoriert. Zumindest einige Höflichkeitsformeln sollte man sich einprägen. In unangenehmen Situationen kann es hingegen hilfreich sein, eine freundliche Verständnislosigkeit an den Tag zu legen. Wenn Sie Englisch sprechen, machen Sie deutlich, dass dies nicht Ihre Muttersprache ist. Auf diese Weise vermeiden Sie den Eindruck, Sie erwarteten, dass man “Ihre” Sprache überall zu verstehen habe. Englisch ist weit verbreitet, nicht nur in Hotels und anderen touristischen Einrichtungen. Schließlich haben zahllose Mexikaner/innen längere Zeit in den USA gelebt, gearbeitet oder auch studiert.

In Mexiko – wie in allen spanischsprachigen Ländern – legt man Wert auf eine beinahe zeremoniell anmutende Höflichkeit. So wird z.B. eine Begrüßung (Guten Tag, wie geht es Ihnen?) immer mit der Gegenfrage erwidert (Danke, gut, und Ihnen?) bevor der Anlass des Gesprächs genannt wird. Es gilt als unhöflich, ohne Umschweife zur Sache zu kommen, oder auch eine Frage oder Bitte direkt zu verneinen bzw. abzuschlagen. Daher kann es passieren, dass, wenn Sie z.B. jemanden nach dem Weg fragen, eine Antwort erhalten, auch wenn der/ die Angesprochene den Weg nicht kennt. Es empfiehlt sich daher häufig, eine “zweite Meinung” einzuholen.
Handzeichen unterscheiden sich häufig von den uns geläufigen. So beginnt man beim (Auf)Zählen mit dem kleinen Finger, statt mit dem Daumen. Winkt man jemanden zu sich, tut man dies mit dem nach oben/ dem Gegenüber zugewandten Handrücken. Die umgekehrte Handhaltung wird als aggressive Geste interpretiert.

Zu den Gesprächsthemen, die man vermeiden sollte, gehören Religion, die mexikanische Politik, Korruption und Vergleiche mit anderen Ländern, in denen Mexiko schlecht abschneidet Auf der sicheren Seite ist man mit den Themen Familie, Fußball und den Attraktionen des Landes. In Mexiko sind patriotische Gefühle weit verbreitet. Positive Kommentare zu Mexikos Kultur, Geschichte und Schönheit werden sehr geschätzt.