Placencia

Das einstmals selbst für belizeanische Verhältnisse beschauliche Placencia ist heute zu einem der beliebtesten Ziele des kleinen Landes geworden.

Es liegt am Südende einer gut 25km langen Landzunge, die sich im Stann Creek District parallel zur Küste erstreckt.
Seine weitgeschwungene Bucht gilt als Belizes bester Festlandstrand. Hier kann man – je nach Jahreszeit und Witterung – vor allem am Vormittag gut baden, während das Wasser an Nachmittagen manchmal aufgewühlt ist und Seetang an Land spült.
Von Placencia sind auch einige der so genannten Southern Cayes, zu denen Tauch- und Schnorcheltouren angeboten werden, in kurzer Zeit zu erreichen, da hier das Barriereriff näher vor der Küste liegt als weiter im Norden des Landes.
Ein besonderes Erlebnis versprechen die Begegnungen mit Walhaien, die während der Saison – und dann vor allem zu Vollmondzeiten – bei Gladden Spit, einer ellbogenförmigen Ausbuchtung des Riffs, möglich sind. Dann kommen die friedlichen Meeresgiganten zu den Laichplätzen der Snapper, um sich über die Milliarden von Fischeiern, die das Meerwasser milchig werden lassen, herzumachen.
Zu den beliebten Touren “an Land“ gehört ein Ausflug zum Monkey River, dessen Mündung nach knapp 20km per Boot erreicht wird. Flussaufwärts haben die Passagiere die Gelegenheit, die Tierwelt wie z.B. die namensgebenden Brüllaffen zu beobachten.
Monkey River Village wurde in noch größerem Maß vom letzten verheerenden Hurrikan zerstört als das ebenfalls schwer getroffene Placencia. Mehr als 90 Prozent der Häuser, die man heute sieht, mussten wiederaufgebaut werden, nachdem Iris im Oktober 2001 in Monkey River auf Land traf. Placencia, das nach dem Hurrikan einer Trümmerwüste glich, ist seit dem Wiederaufbau sogar gewachsen. Vor allem die Zahl der Unterkünfte, Kneipen und Restaurants ist mit der verbesserten Erreichbarkeit gestiegen.
Darunter sind auch einige luxuriöse Unterkünfte, die jedoch unserer Auffassung nach in Placencia deplaziert wirken und nur denen zu empfehlen sind, die mit einem Mietwagen unterwegs sind, da sie weit im Norden des eigentlichen Ortes liegen (Maya Beach).